2019/20 Kisterl's sind wieder auf Reisen

Unsere Reise 2019 - 2020

Reisebericht 3
( der mit der Ratte anfängt und auch mit ihr endet )
01.01.2020 - 06.02.2020

La Manga_La Ribera bei San Javier_Espinardo bei Murcia_La Ribera bei San Javier


Eine Auswahl aus allen Fotos wird nach unserer Heimkehr als DIA-Show verfügbar sein.

Die Karte zeigt unsere Reiseroute ab La Manga zu Reisebericht 3


Wenn in unseren Berichten von "roten, gelben oder weißen Straßen" die Rede ist, beziehen sich diese Angaben auf die Farbe der Straßen im Autoatlas (Rot ist breit, Weiß ist ziemlich schmal).

Und hier haben wir übernachtet oder für Besichtigungen geparkt.
Die GPS-Daten stammen aus den Internetseiten der Stell- und Campingplätze, aus Google-Maps und/oder aus BING-Maps und können daher von den echten Gegebenheiten etwas abweichen. Bei manchen Navigationsgeräten müssen bei der Eingabe die Punkte in den GPS-Daten durch Kommas ersetzt und das Grad-Zeichen hinzugefügt werden (z.B. N 37,43785°), um richtige Anzeigen zu erhalten.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, daß die Beschreibung der von uns besuchten Plätze, die Preise und alle anderen Beschreibungen nur für die Jahreszeit und Zeitspanne gelten, in der wir uns an den jeweiligen Orten aufgehalten haben.
Bitte Tippfehler bei den GPS-Daten, falls sie vorkommen, zu entschuldigen. Für eine Mitteilung darüber danke ich schon im Voraus.

Pkt = Punkt-Nummer auf der Karte, 005/B/F = Übernachtung-Nr., Besichtigung, Platz für Fotos, W = auch für Wohnwagen,
Pl : CP = Campingplatz, SP = Stellplatz, PP = Parkplatz, Str = am Strassenrand, frei = irgendwo in freier Natur
Ch = Toiletten-Entsorgung, Gw = Grauwasser-Entsorgung, Tw = Trinkwasser, WIFI = Internet (fallweise mit Verstärker) St = Strom, EUR = Preis/24Std
WM = Waschmaschine,ca. 4 EUR / WT = Wäschetrockner, ca. 3,5 EUR
beides haben wir nicht mehr gesondert angeführt, da jetzt schon viele Campingplätze darüber verfügen


Pkt
Ü/B
F
W
Tg
Datum
Pl
Name
Nord
+ = East
- = West
Ch
Gw
Tw
WIFI
St
EUR
01
Ü
W
So
31.12.19
CP
Caravaning La Manga
37.62443
-000.74366
j
j
j
incl.
gg.Bez.
20
01
Ü
W
Mo
01.01.20
CP
Caravaning La Manga
37.62443
-000.74366
j
j
j
incl.
gg.Bez.
20
02
Ü
-
Di
02.01.20
SP
Camperpark La Ribera bei San Javier
37.80392
-000.81589
j
j
j
incl.
incl.
11
 
 
 
 
bis
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
03
Ü
-
So
31.01.20
SP
Camperpark La Ribera bei San Javier
37.80392
-000.81589
j
j
j
incl.
incl.
11
               
Tips :

>>>>>   Wie bekämpfe ich eine Maus oder Ratte, die sich in Spanien IN Ihrem Wohnmobil häuslich niedergelassen hat :
siehe nachfolgenden Text mit Bildern

>>>>>   FIAT-DUCATO-WERKSTATT : Huertas Center, Pol. Industrial "El Tiro" 19, 30100 Espinardo, Tel. +34 9688 58582,
antonio.marin@grupohuertas.com, N 38.016957 / W 001.160113


Unsere heurige Fahrt steht wahrlich unter keinem guten Stern.

Wir sind am 02.01. von La Manga auf den nur 50km entfernten Stellplatz La Ribera übersiedelt,
da er nur halb soviel kostet wie der in La Manga.

Wir haben jetzt seit etwa 20.12. schon wieder (oder noch immer) einen kleinen Nager im Aufbau unseres Wohnmobils. Er ist nachtaktiv,
immer zwischen 03:00 und 07:00.

Das bisher Gute: wir haben ihm immer gerade soviel zu nagen lassen, daß er unsere Kabel bisher in Ruhe gelassen und nicht neue Kabel angebissen hat, zumindest soweit wir das sehen können
und es funktionert noch alles.

Alle unsere angewandten Methoden, das Tier zu fangen haben bisher versagt. Wir haben 8 normale Mausefallen und 2 Tunnelfallen aufgestellt. Bestückt haben wir die Fallen abwechselnd mit Erdnußbutter, Nutella, Apfelspalten, Käse und Wurst. All das interessiert das "Vieh" - wie wir es in der Zwischenzeit nennen - nicht. Es ist vorwiegend an Plastiksackerln interessiert, die es anbeißt. Tissuepapier (Taschentücher, Servietten) haben wir sofort nach den ersten Anbissen entfernt, um einem Nestbau vorzubeugen.

Gestern haben wir zwei Schachteln mit einem Zugangsloch auf der Vorderseite aufgestellt, in denen an der Rückseite der Köder (Mix aus oben Genanntem und einigen Haferflocken) liegt und der vordere Teil der Schachtel zwischen dem Zugangsloch und dem Köder mit einem starken Kleber bestrichen ist. Zumindest heute Nacht hat das "Vieh" auch das verschmäht. Es ist teuflisch schlau und kostet uns den letzten Nerv.

Seit gestern versuchen wir Rauch von Insektenspiralen in die Hohlräume des Wohnmobils und unter das Armaturenbrett zu bringen. bisher allerdings auch ohne Erfolg. Aber vielleicht wird ihm der Gestank doch zu viel. Wir flüchten manchmal ins Cafe bei der Reception.

Mit Gift töten war bis heute für uns keine Option, da sich jedes Tier zum Sterben in den letzten erreichbaren Winkel zurückzieht und dort verwest und dann stinkt das ganze Wohnmobil. Laut einem Bekannten Jäger soll sich das allerdings in einigen Wochen geben un nicht so arg sein. Mittlerweile haben aber auch alle Fachleute erklärt, daß die Tötung der einzig sichere Weg ist, das Tier loszuwerden, nachdem es bisher allen normalen Fallen aus dem Weg gegangen ist.

Heute habe ich wieder festgestellt, daß das Vieh ein wichtiges Kabel durchgebissen hat. Die Batterie- und Ladekontrolle funktionierte nicht mehr (BÜTTNER-Batterie-Computer) und habe meine Meinung geändert, heute war das Maß voll und mein Haß auf das "Vieh" so groß, daß es mir inzwischen Wurst ist, was ein Fachmann mit dem "Vieh" macht - Hauptsache es ist weg - tot oder lebendig.

Da ich die Bißstelle am Kabel nicht finden konnte, mußte ich einen lokalen Mechaniker-Elektriker zum Wohnmobil holen, Holländer, sprach Deutsch und Spanisch, Kosten 50,- EUR. Er fand das Kabel, dann die Bißstelle und jetzt geht wieder alles, soweit ich das beurteilen kann und er hat mir geraten, SOFORT etwas gegen das "Vieh" zu unternehmen, da es seeeehr teuer werden kann, wenn es Kabel an nicht zugänglichen Stellen zerbeißen sollte. Könnte sogar so weit gehen, daß man das halbe Wohnmobil zerlegen muß.

Um dem zuvor zu kommen, haben wir uns entschieden, SOFORT einen Fachmann mit der Lösung des Problems zu betreuen. Dann hat er für uns einen Professionisten angerufen, leider sprechen die aber alle nur Spanisch. Er hat alles auf Spanisch erklärt, der Rattenfänger war in einer halben Stunde bei uns. Wir haben uns dann mit dem Google-Übersetzungs-App verständigt, ging recht gut. Dann hat der eine professionelle Falle aufgestellt, in der sich eine besondere Giftart befindet, dem Mäuse und Ratten angeblich nicht widerstehen können. Mußte 150,- EUR bezahlen, aber er gibt eine Erfolgsgarantie. Am kommenden Dienstag kommt er wieder. um alles zu kontrollieren, kann aber bis zu 4 Wochen dauern, bis die Maus anbeißt. So lange bleiben wir hier auf diesem Platz.

Wir fahren erst wieder weiter, bis das Problem gelöst ist.

Wir haben mittlerweile festgestellt, daß es eine Ratte sein muß. Die Sachen die sie im Wohnmobil herumgezerrt hat, sind zu groß und zu schwer für eine Maus. Auch hat ein anderer Wohnmobilfahrer eine getötet, das Vieh war ohne Schwanz 12cm lang.

Jetzt schauen wir, was der professionelle Rattenfänger ausrichten kann, er kommt kommenden Dienstag und kontrolliert die aufgestellte Falle und entscheidet dann, wie er weitermachen wird.

Auch den Köder in der Falle hat die Ratte bisher unberührt gelassen. Die Ratte beißt vorwiegend Material wie Papier, Kabel, Heizungsschläuche, Plastikflaschen, Dämmaterial von der Motordämmungan, Plastiksackerln und Isoliermaterial im Motorraum und bei den Heizungsrohren an, das zum Nestbau dient. Erdnußbutter, Nutella, Schokolade, Wurst, Käse, Apfelspalten und Haferflocken hat sie nicht angegriffen.

Von einem schweizer Wohnmobilisten-Ehepaar, die dasselbe Problem mit einer Ratte hatten, haben wir den Tip mit einem Rattengift für Selbstanwender bekommen, mit dem sie "ihre" Ratte erlegen konnten. Es sind blaue Würfel mit einem Loch in der Mitte (Gift : Bromadiolona CAS No. 28772-56-7....0,0029%) damit man sie befestigen kann um das Wegtragen durch die Ratte zu verhindern und um kontrollieren zu können, ob die Ratte dran gefressen hat. Dieses Gift gibt es hier im "Garden Center", beim "Leroy Merlin" oder in einer "Ferreteria" (Eisenhandlung). In zweien der Geschäfte war es ausverkauft, aber wir waren hartnäckig, haben hier in verschiedenen Geschäften weiter gesucht und haben dann doch was gefunden.

Auch die Kontrolle am Dienstag, dem 14.01., ergab kein positives Erlebnis. Wir haben aber schon gestern, am 13.01., zusammen mit dem professionellen "Rattenfänger" 13 dieser blauen Giftköder ausgelegt und der Kammerjäger am 14.01. noch mal 4 rosarote, die man aber nicht zu kaufen bekommt. Am nächsten Tag, am Mittwoch, waren die beiden rosaroten Köder im Motorraum weg, zwei blaue Köder IM Wohnmobil angebissen - und die Ratte rennt immer noch innerhalb des Wohnmobils in den Kanälen und im Doppelboden herum. Wenn sie allerdings an diesen Ködern verendet, kann das bis zu 3 Tage dauern.

Heute am 16.01. war einer unserer Köder komplett weggefressen. Unsere Hoffnung steigt.

Der Kammerjäger kommt am Freitag um 12:00 wieder.

Kammerjäger war da, hat alle Köder kontrolliert. Von den rosaroten war nur einer etwas angeknabbert, von den blauen, die wir wie schon beschrieben von einem anderen Wohnmobilisten bzw. von seiner Frau empfohlen bekommen haben die sie mit Erfolg angewendet hat, waren zwei gefressen und zwei andere angeknabbert. Es scheint mittlerweile so, als ob sich die Ratte in der Nähe der Truma-Heizung unter unserem Bett aufhält. Habe gestern das gesamte angesammelte Material für ein Nest (stammte von der Isolierung eines Warmwasserschlauches) entfernt und dort zwei Köder angebunden. Bei einem hat sie noch am Abend die ziemlich starke Schnur durchgebissen und den Köder irgendwohin geschleppt. Den Weg kann ich leider nicht verfolgen, außerdem hat sie den ganzen Raum um die Truma angepinkelt. Gott sei Dank riecht es aber nicht. Ob das wohl nach dem Genuß von 3 Giftködern das erste Stadium des Verendens ist ? Wir werden sehen. Wir werden hoffentlich überhaupt sehen oder hören, ob wir nur einen oder eventuell auch zwei Mitbewohner haben.

Der Kammerjäger hat bei der Truma einen seiner Köder angebunden und auch im Motorraum sicherheitshalber noch einen. Am kommenden Dienstag kommt er wieder, um zu kontrollieren.

Heute hatten wir Besuch eines Ehepaares aus Gleisdorf, das schon länger unsere Reisen auf unserer Homepage verfolgt und das in der Nähe auf einem anderen Stellplatz steht. Sie haben unser "Drama" mit dem "Vieh" auf unserer Homepage gelesen und verfolgt, waren mit den Fahrrädern unterwegs und haben uns hier auf dem Camping La Ribera besucht. War ein netter Plausch, leider zu kurz, vielleicht melden sie sich ja noch einmal per Mail. Wir würden uns über ein weiteres Treffen freuen. . Aus Deutschland habe ich von einem uns unbekannten Herren ein anspornendes Mail zu unserer Jagd bekommen. Es scheint, als ob noch andere Leute, auch außerhalb unserer Foren, unsere Homepage lesen. In den letzten Jahren hatten wir schon vereinzelt Kontakt mit Leuten, die uns unterwegs gefragt haben, ob wir die Familie Kist sind.

Hier noch ein paar Bilder von den spanischen Hilfsmitteln, mit denen wir versucht haben, "unser Vieh" zu fangen oder es zu erlegen. Sie sind alle wie schon erwähnt in einem "Garden Center", beim "Leroy Merlin" oder in einer "Ferreteria" (Eisenhandlung) zu bekommen. Vielleicht ist jemand anderer froh über den Tip :


1) zuerst haben wir uns ein Hochfrequenz-Gerät besorgt
(hat aber nichts genützt)

2) dieses Gerät dient zum Fangen kleiner Mäuse oder
von Maulwürfen (hat aber auch nichts genützt)

3) diese Mausefallen wurden "nicht einmal ignoriert", trotz Käse, Wurst, Nutella, Erdnußbutter, Schokolade, Apfelspalten und Haferflocken
(haben aber ebenfalls nichts genützt, mittlerweile haben wir sie weggeworfen)



4) das ist ein Klebstoff, der in einer Schachtel mit einem Loch aufgebracht wird und dahinter wird der Köder ausgestreut, Sinn ist, daß der Nager über den Kleber zum Köder geht und auf diesem kleben bleibt
(unser Vieh war schlauer, hat sich am Rand der Schachtel angehalten und den Köder herausgefressen ohne den Kleber zu berühren)

5) dieses Gerät dient zum Fangen von Mäusen oder
Ratten und rechnet mit der Neugier des "Viehs", im Inneren befindet sich eine Mausefalle mit scharfen Zähnen
(hat auch nichts genützt, das "Vieh" ging nicht hinein)

6) dieses große Gerät wurde vom "Kammerjäger" im Inneren des Wohnmobils aufgestellt, es ist größer als das vorige, beruht aber auf dem gleichen Prinzip, dient ebenfalls zum Fangen von Ratten und rechnet auch mit der Neugier des "Viehs", im Inneren sind mehrere tödliche Köder
(hat auch nichts genützt, das "Vieh" ging nicht hinein)



7) das sind blaue Würfel mit einem Loch in der Mitte, damit man die tödlichen Köder anbinden kann, damit sie nicht entfernt werden können und man kontrollieren kann, ob sie angebissen wurden
(leider haben wir diese mit 25g nicht mehr bekommen, sie waren ausverkauft)

8) das sind ebenfalls blaue Würfel mit einem Loch in der Mitte, damit man die tödlichen Köder anbinden kann, damit man kontrollieren kann, ob sie angebissen wurden, aber etwas kleiner, 20g
(die haben wir selbst ausgelegt, obwohl der Kammerjäger die Wirksamkeit bezweifelt hat, hat unser "Vieh" diese angebissen und gefressen und denen des Kammerjägers bisher vorgezogen, andere Wohnmobilisten hatten mit diesen Ködern schon Erfolg, wir warten noch drauf)

9) dieses Gift haben wir bisher noch nicht angewendet - es ist unsere eiserne Reserve, sollten die bisherigen Versuche nicht zum Erfolg führen



das ist ein Unternehmen, das spanienweit Niederlassungen hat, und das wir mit der Bekämpfung unseres "Viehs" beauftragt haben


Es ist Samstag der 18.01. und es ist 05:00. Während ich an diesen Zeilen schreibe höre ich, wie irgendwas an den Ködern herumzerrt - entweder an denen im Motorraum oder an denen auf, unter und neben dem Wassertank oder bei der Truma-Heizung im Wohnmobil. Ich kann es nicht identifizieren, da ich auf einem Ohr taub bin und nicht räumlich hören kann. Das werde ich aber morgen bei Tageslich ja sehen. Das Geräusch hört man, weil die Köder zum Teil so angebunden sind, daß sie auf etwas liegen, das Lärm macht, wenn man sie bewegt und teilweise hängen sie frei, machen aber Lärm, wenn man an ihnen manipuliert, weil sie dann gegen eine Wand oder ein Motorteil schlagen. Man kommt auf allerhand ausgeklügelte Taktiken, wenn man sich irgendwie hilflos fühlt. Unser Rattenkrimi ist also noch lange nicht vorbei. Aber ab und zu fallen einem die absurdesten Ideen ein.

Wie zum Beispiel, daß für den Fall, daß die Menscheit einmal untergehen sollte, Ratten möglichweise überleben könnten - sie haben einen unbändigen Lebenswillen, sind extrem schlau und genügsam - das könnte dafür reichen. Ein schauerlicher Gedanke. Am 25. Juni 1903 wurde George Orwell unter dem Namen Eric Arthur Blair im bengalischen Motihari als Sohn eines britischen Kolonialbeamten geboren. Sein legendärer Roman "1984" erschien schon 1948. Nahezu alles, was er dort beschrieben hat, wird heute von irgendeinem Staat auf dieser Welt schon praktiziert. Es gibt da Filme "Der Rattengott" (siehe Google), dessen Inhalt zwar total utopisch und unwirklich klingt, mich persönlich aber erschauern läßt. Oder "Ratten – Sie werden dich kriegen!" : Killernager plagen Frankfurt, ein TV-Katastrophendrama, das man sich eigentlich nicht einmal vorstellen möchte. In einem anderen Film wird ein Forscher von einer schlauen Ratte sogar in den Wahnsinn getrieben - hoffentlich bleibt mir das erspart, obwohl ich manchmal schon sehr knapp davor bin. Aber es kommen einem in unserer Lage halt solche Gedanken, insbesondere dann, wenn man auf engstem Raum mit einer Ratte leben muß wie wir und am nächsten Morgen anhand von Kot feststellt, daß die Ratte in der Nacht nur 50cm von meinem Kopf entfernt war. Ein unschöner Gedanke.


AUS DIE MAUS


24.01.2020
Seit 21.01., immerhin schon seit drei Nächten, hören wir weder in der Nacht noch am Tag Geräusche von unserer Ratte.
Das nährt die Hoffnung, daß es jetzt aus ist.
Für die Ratte das Leben und für uns der Terror.

Nach Rücksprache mit unserer Versicherung (in unserer Vollkasko ist "Tierbiß" includiert) und deren telefonischer Genehmigung wegen des Fehlers bei den Airbags haben wir für 03.02. in einer FIAT-Ducato-Werkstatt in Espinardo, einem Vorort von Murcia, etwa 50km von unserem jetzigen Standort entfernt, einen Werkstatt-Termin vereinbart. Diese Werkstatt hat uns das FIAT-Camperservice empfohlen. Es wird das Armaturenbrett komplett ausgebaut, alle Kabel kontrolliert, wenn nötig ersetzt, der Fehler bei den Airbags behoben und anschließend das Armaturenbrett wieder eingebaut. Laut unserer Werkstatt in Graz eine Arbeit, die in einem Tag erledigt sein sollte, falls keine Komplikationen auftauchen. Gibt wieder ein sicheres Gefühl bei der Weiterfahrt. Wir gehen in der Zeit für 2 Nächte in ein Hotel mit Straßenbahn-Haltestelle davor (50 EUR/Nacht) und schauen uns wieder einmal in Murcia um.

Nachdem am Wohnmobil-Aufbau derzeit alles funktioniert werden eventuell auf der Weiterfahrt noch ersichtliche Schäden an der Verkabelung des Aufbaues erst behoben, wenn wir im Juli wieder in Graz sind, da sie im Moment ja keinen Einfluß auf unsere Einrichtungen und unsere weiteren Pläne haben.

"Unser Vieh" hat jetzt doch offensichtlich von den blauen Blöcken, wie sie auf BIld 8 zu sehen sind, so viel gefressen, daß es zum Suizid gereicht hat. Den Kadaver haben wir bis jetzt allerdings noch nicht gefunden oder lokalisiert, auch nicht mit dem zu Hilfe genommenen Endoskop. Das wird wahrscheinlich erst möglich sein, wenn er anfängt zu verwesen und zu "riechen". Es sind einfach zu viele Winkel, Ecken, Kanäle und 2cm hohe Zwischenböden im Wohnmobil, die für die Durchführung von Heizungsschläuchen und für die Verkabelung notwendig sind, in die wir selbst mit dem Endoskop nicht vordringen.

Ab 06.02. oder wann immer wir das Wohnmobil von der Werkstatt zurück bekommen, beginnt dann für diesen Urlaub eine neue Zeitrechnung :
Die Zeit nach Maus und Ratte.

Ein schöneres Ende für einen Reisebericht und einen stressfreieren Anfang können wir uns eigentlich nicht vorstellen denn seit 05.12.2019 tyrannisieren uns zuerst eine Maus und dann eine Ratte. Hoffentlich ist jetzt Schluß.
Und so wird das dann auch das Ende von Reisebericht 3 und der Anfang von Reisebericht 4 sein.

Kein Scherz :
Bei unserem Sohn und seiner Frau in Shanghai hat heute am 25.01.2020
das "Jahr der Ratte" begonnen.

Gut, daß wir unsere schon vorher umgebracht haben.