2018/19 Wir sind wieder unterwegs


Unsere Reise 2018 - 2019

Reisebericht 2
07.11.2018 - 21.11.2018

Santa Susanna_Girona_Besalu_Sant Joan les Fonts_Berga_Ripoll_auf C26_Borreda_Villada_Berga_auf BV4241_Col de Jou(1480m)_Oden_
Llobera_Coll de Nargo_Coll de Boixols(1380m)_Coll de Faidella(1250m)_Isona_Vilamitjana_Tremp_Camarasa_Balaguer_Lerida_Alfarras_
Tamarite de Litera_Monzon_Barbastro_Alquezar_Adahuesca_Abiego_Angües_Huesca_Ayerbe_Castillo de Loarre_Loarre_Ayerbe_
Los Mallos de Riglos_Ayerbe_Santa Eulalia de Gallego_Murillo de Gallego_Salinas de Jaca_Puente La Reine de Jaca_Santa Cilia de Jaca_
Monasterio San Juan de la Pena_Puente La Reina de Jaca_Bailo_Bagües_Sos del Rey Catolico_Sangüesa_Monasterio de Leyre_
Sangüesa_Liedena_Lerga_San Martin de Unx_Olite_Tafalla_Einbiegen in den Jakobsweg nach Westen_Sta. Maria de Eunate_ Puenta La Reina_
Estella_Ayegui


Eine Auswahl aus allen Fotos wird nach unserer Heimkehr als DIA-Show verfügbar sein.

Die Karte zeigt unsere Reiseroute zu Reisebericht 2


Wenn in unseren Berichten von "roten, gelben oder weißen Straßen" die Rede ist, beziehen sich diese Angaben auf die Farbe der Straßen im Autoatlas (Rot ist breit, Weiß ist ziemlich schmal).

Und hier haben wir übernachtet oder für Besichtigungen geparkt.
Die GPS-Daten stammen aus den Internetseiten der Stell- und Campingplätze, aus Google-Maps und/oder aus BING-Maps und können daher von den echten Gegebenheiten etwas abweichen. Bei manchen Navigationsgeräten müssen bei der Eingabe die Punkte in den GPS-Daten durch Kommas ersetzt und das Grad-Zeichen hinzugefügt werden (z.B. N 37,43785°), um richtige Anzeigen zu erhalten.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, daß die Beschreibung der von uns besuchten Plätze, die Preise und alle anderen Beschreibungen nur für die Jahreszeit und Zeitspanne gelten, in der wir uns an den jeweiligen Orten aufgehalten haben.
Bitte Tippfehler bei den GPS-Daten, falls sie vorkommen, zu entschuldigen. Für eine Mitteilung darüber danke ich schon im Voraus.

Pkt = Punkt-Nummer auf der Karte, Ü/B/F = Übernachtung, Besichtigung, Platz für Fotos, W = auch für Wohnwagen,
Pl : CP = Campingplatz, SP = Stellplatz, PP = Parkplatz, Str = am Strassenrand, frei = irgendwo in freier Natur
Ch = Chemietoiletten-Entsorgung, Gw = Grauwasser-Entsorgung, Tw = Trinkwasser, WIFI = Internet, St = Strom, EUR = Preis/24Std mit/ohne Strom
WM = Waschmaschine,ca. 4 EUR / WT = Wäschetrockner, ca. 3,5 EUR


Pkt
Ü/B
F
W
Tg
Datum
Pl
Name
Nord
+ = East
- = West
Ch
Gw
Tw
WIFI
St
EUR
               
001
---
W
Mi
07.11.18
CP
Santa Susanna, CP Bon Repos
41,631300
+2.720010
j
j
j
incl.
incl.
--
005
025
W
Mi
07.11.18
SP
Ripoll
42,202695
+2.193634
j
j
j
nein
nein
0
010
026
-
Do
08.11.18
SP
Tremp
42,163324
+0.890062
j
j
j
nein
1 EUR für 2 Std
0
010
027
-
Fr
09.11.18
SP
Tremp
42,163324
+0.890062
j
j
j
nein
1 EUR für 2 Std
0
016
028
-
Sa
10.11.18
SP
Tamarite de Litera
41,863067
+0.428001
j
j
j
nein
1 EUR für 2 Std
0
018
B
W
So
11.11.18
PP
Weingut SOMMOS
41.990542
+0.146067
-
-
-
---
---
0
019
F
-
So
11.11.18
PP
Alquezar
42.172085
+0.022510
-
-
-
---
---
0
019
029
W
So
11.11.18
CP
Camping Alquezar
42.164960
+0.015190
j
j
j
incl., schlecht
incl.
18
019
030
W
Mo
12.11.18
CP
Camping Alquezar
42.164960
+0.015190
j
j
j
incl., schlecht
incl.
18
028
031
-
Di
13.11.18
PP
Riglos
42.345218
-0.726014
n
n
n
nein
nein
0
043
032
W
Mi
14.11.18
SP
Sos del Rey Catolico
42,491479
-1.213973
j
j
j
nein
nein
5
053
033
W
Do
15.11.18
SP
Olite
42.480260
-1.647730
j
j
j
nein
nein
0
059
034
W
Fr
16.11.18
CP
Ayegui, Camping Iratxe
42.6459
-2.05857
j
j
j
bei Recept.
incl.
18
059
035
W
Sa
17.11.18
CP
Ayegui, Camping Iratxe
42.6459
-2.05857
j
j
j
bei Recept.
incl.
18
059
036
W
So
18.11.18
CP
Ayegui, Camping Iratxe
42.6459
-2.05857
j
j
j
bei Recept.
incl.
18
059
037
W
Mo
19.11.18
CP
Ayegui, Camping Iratxe
42.6459
-2.05857
j
j
j
bei Recept.
incl.
18
059
038
W
Di
20.11.18
CP
Ayegui, Camping Iratxe
42.6459
-2.05857
j
j
j
bei Recept.
incl.
18
059
039
W
Mi
21.11.18
CP
Ayegui, Camping Iratxe
42.6459
-2.05857
j
j
j
bei Recept.
incl.
18
               
Tips :

>>>>>    GPS-Daten für PLätze für Besuche oder Fotos geben wir nur an, wenn nicht offizielle Straßenschilder auf entsprechende Parkplätze hinweisen. Oft sind wir für Fotos auch nur auf den Straßen stehen geblieben, haben darauf geachtet, daß für beide Fahrtrichtungen genügend Sicht zum Vorbeifahren gegeben ist und haben die Warnblinkanlage eingeschaltet

>>>>>    Wie mittlerweile bei den Lesern unserer Homepage schon bekannt, sind wir jedes Jahr mehrere Monate, bevorzugt von November bis März in Spanien und mittlerweile vorwiegend im Inneren des Landes, weit ab von den von internationalen Touristen bevorzugten Gebieten unterwegs.
Der Vorteil dabei ist, daß man unter der Woche die ganzen kleinen Orte und Dörfer und sonstigen Sehenswürdigkeiten, auf die unterwegs mit weinroten Tafeln mit dem bekannten Zeichen des Römischen Triumphbogens von Medinaceli hingewiesen wird, fast für sich allein hat.
An den Wochenenden, an denen wir wegen der vielen Motorrad- und Radfahrer auf den Straßen, speziell in den Bergen auf schmalen und kurvenreichen Straßen, ohnehin versuchen, nicht unterwegs zu sein, ist der Andrang von spanischen Touristen allerdings auch an diesen Orten groß und Parkplätze sind immer Mangelware.
Die Nachteile sind, daß es in den Wintermonaten erst etwa um 09:00 früh richtig hell wird - auch die Schulen beginnen erst um 10:00 - und die ersten Cafes und Geschäfte erst um 11:00 langsam öffnen. Nur der lokale Bäcker hat schon um 07:00 geöffnet. Weiters sind unter der Woche viele der Kirchen und Museen oder als Besonderheit zu besichtigenden Sehenswürdigkeiten ab Mitte/Ende Oktober unter der Woche geschlossen und werden, wenn in den Wintermonaten überhaupt, nur an gewissen Tagen und auch dann nur stundenweise geöffnet - natürlich meistens dann, wenn wir nicht gerade dort sind oder wir tagelang warten müßten, um sie besichtigen zu können.
Übrigens : Auch die meisten Campingplätze stellen ihren Betrieb in den Wintermonaten ein.
Es kommt schon recht oft vor, daß wir uns speziell in "den schönsten Dörfern Spaniens" - das sind vorwiegend mittelalterliche Dörfer (pueblos medievales), die sich entweder an steilen Abhängen unter senkrechten Felswänden oder aber auf den Spitzen von steilen Hügeln befinden - die schmalen und bis zu 45° steilen Gassen hinauf gequält haben, um dann festzustellen, daß Kirchgen und/oder Burgen und Schlösser zu dieser Jahreszeit für Besucher nicht geöffnet sind. Viele dieser Dörfer sind laut Straßenkarten nur über "weiße", das heißt, schmale, kurvenreiche und schlechte Straßen, erreichbar. Das stimmt nicht immer. Auch das hängt vom lokalen Tourismus ab. Dort wo viele Spanier am Wochenende ihre Ausflüge hin machen sind auch die "weißen" Straßen breit und gut ausgebaut. Leider ist das aber weder im Autoatlas noch am Navi von Vornhinen ersichtlich. Man merkt es erst, wenn man es versucht.
Andere Vor- und Nachteile dieser Sehenswürdigkeiten sind : In solchen Dörfern fahren keine Autos, da die Straßen oftmals nur 2m breit, dafür aber 45° steil mit Stufen oder glatten Felsen sind - sie waren im Mittelalter ja auch nur für Fußgänger, (andere) Esel und Pferde vorgesehen. Der Nachteil : Parkplätze für nicht dort Wohnende, die speziell für Busse oder für Wohnmobile aber auch PKWs geeignet sind, sind wegen der geringen Platzmöglichkeiten, meistens etwas abseits und nicht eben, was allein schon bis zum Dorfanfang einen längeren Fußweg bedeutet.
Bisher hat uns das und das stundenlange Herumkraxseln in den steilen Straßen nichts ausgemacht, aber langsam zeigt uns unser Alter unsere Grenzen und Möglichkeiten auf. Wir wollen aber im Rahmen der Möglichkeiten und unserer Gesundheit weiter in interessanten Orten, Burgen, Schlösser und in der Natur herumwandern und herumsteigen, solange wir das noch können.


Ich wollte als ehemaliger Segler die Winterstürme der Biskaya zumindest einmal - wenn auch nur kurz - erleben. Deshalb haben wir eine Route nach Portugal gewählt, die uns im Winter von der Costa Brava parallel zu den Pyrenäen über viele Nebenstraßen und durch kleine Dörfer - abseits jeglicher Touristenroute - nach Nordwesten an die Nordküste Spaniens - die Biskayaküste - und weiter nach Portugal führen sollte.
Ein früher Wintereinbruch in Nordspanien hat diesen Wunsch noch während unseres Aufenthaltes in Santa Susanna an der Costa Brava am Meer in Frage gestellt.
In den Tagen vom 27. bis 30.10.2018 fielen im Norden auch auf Meereshöhe bis zu 20cm Schnee. Glatteis- und Schneewarnungen für Teile Navarras, des Baskenlandes, für Cantabrien, Asturien und Gallizien sind eigentlich nicht das, worauf ich mich mit unserem Wohnmobil einlassen wollte.

Mittlerweile ist der Schnee geschmolzen und hat sich bis über 2000m Seehöhe zurückgezogen, das Wetter ist schön und warm und daher machten wir uns am 07.11. von Santa Susanna aus auf die Route in den Norden wie geplant - umkehren können wir ja immer noch, wenn wieder Schnee kommen sollte, aber im Moment gibt es keine Anzeichen dafür. Auch mein Wetter-Programm, das sehr genau funktioniert, sagt für die kommenden Tage keinen Ärger voraus.

Die Fahrt nach Girona ging auf der Nationalstraße, die im Wesentlichen parallel zur Autobahn verläuft, schnell. Dort wollten wir uns im Media Markt einen starken Handstaubsauger besorgen. Leider war gerade der, den wir uns unter den Ausstellungstücken ausgesucht hatten, nicht mehr lagernd. Dann halt nicht.
Die Fahrt von Girona nach Ripoll war unspektakulär. Die meiste Zeit auf einer schönen breiten Straße oder der schon halbfertigen Gratis-Autobahn, durch weite Täler mit vorwiegend Laubwald, der langsam herbstliche Farben annimmt. Der Stellplatz in Ripoll bietet alles außer Strom und wird von allen offensichtlich auch wegen des öffentlichen Parkplatzes und dem vorhandenen Cafes sauber gehalten. In der Nacht ist der Platz taghell beleuchtet.

Der Fluß Ter, an dem Ripoll liegt, muß noch vor einigen Tagen hier gewütet haben. Bäume deren Stämme 30 bis 50cm dick sind liegen samt Wurzelstock im Flußbett und man kann erkennen, wie hoch das Wasser gewesen ist und was es alles mit sich gerissen hat.

Die Besichtigung von Ripoll und in erster Linie des schönen Klosters, das seinen Ursprung etwa 850n.Chr. hat, haben wir auf den nächsten Morgen verschoben.

"Ripoll"

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Von Ripoll weiter wurde unsere Fahrt dann teilweise abenteuerlich.

Zuerst ging es auf der C26, einer "gelben" Straße mit vielen, vielen Kurven durch bewaldete Mittelgebirgslandschaften mit herbstlichen Färbungen der Laubbäume nach Vilada, wo wir am Platz mit dem Freiluft-Kino (links das Gestell mit der aufgerollten Leinwand und rechts der graue Kasten, der den Projektor und die Lautsprecher enthält) unsere Mittagspause machten. Die weitere Fahrt geht über eine Hochebene mit Wäldern, aber durchzogen von steilen Gräben.


entlang der C26

entlang der C26

Vilada, Freiluft-Kino
links das Gestell mit der aufgerollten Leinwand
rechts der graue Kasten, der den Projektor und die Lautsprecher enthält



Ab Berga eine völlig andere Landschaft : Südlich der Serra und des Nationalparks de Cadi, auf der BV4241 winden wir uns über unzählige Serpentinen wieder auf den nächsten Paß. Die Straße wird mit zunehmender Entfernung von belebten Gebieten immer schmäler und ist bald nur mehr eineinhalb mal so breit, wie unser Wohnmobil. Ein Albtraum, sollte uns ein größeres Auto entgegenkommen. Hier fahren wir durch eine felsige Landschaft. Die Straße windet sich hoch oben am Berg hunderte Meter oberhalb des Flusses entlang und ist teilweise in den steil abfallenden Hang hineingebaut. Keine Brücken, die seitlichen Täler werden voll ausgefahren. Rechts von uns nahezu senkrechte Felswände nach oben, links von uns ebenfalls 300-400m senkrecht abfallende Felswände nach unten bis zum Fluß, keine Leitschienen, teilweise ohne Straßenbegrenzung und wenn, dann nur durch fallweise kleine 50cm hohe Mauerstücke. Leider keine Möglichkeit, stehen zu bleiben und ein Foto zu machen.
Und es kommt tatsächlich wie befürchtet. Wir kommen um eine Kurve und vor uns steht ein LKW der größeren Art. Gott sei Dank sind wir auf der Bergseite. Wir müssen zurück. Ich finde nach etwa 100m ein Stück, bei dem der rechte Straßenrand nicht in einem 50cm tiefen Graben sondern in einer kurzen ebenen Stelle endet. Mit dem Hinterrad drauf, dem LKW ein Zeichen, der Fahrer kommt vorbei, zwischen der Bordwand des LKW und unserem linken Außenspiegel 1/2 Zentimeter, der LKW-Fahrer wollte nicht warten, bis wir den Spiegel eingeklappt haben - aber es geht alles gut. Mein Adrenalinspiegel war schon lange nicht mehr so hoch.


zwischen Berga und Coll de Nargo, BV4142

zwischen Berga und Coll de Nargo, BV4142

zwischen Berga und Coll de Nargo, BV4142

zwischen Berga und Coll de Nargo, BV4142


Bei Coll de Nargo queren wir die "rote" Straße, die von Andorra nach Süden führt. Die Straße, auf der wir weiter fahren, quetscht sich durch den "Canon". Fluß und Straße auf engstem Raum quetschen sich durch die rund 200m hohen Felswände. Wir kommen über 2 Pässe mit jeweils mehr als 1000m Seehöhe, bergauf 5% Steigung, bergab 8% Gefälle. Die Felsen hier haben eigenartige Formen, wie gewaltige Säulen. In Iduna würden wir gerne übernachten, finden dann aber in unseren Unterlagen nur 15km weiter einen Stellplatz mit Strom in Tremp, das in einem großen Becken liegt, und entschließen uns, noch bis dorthin zu fahren. Eine gute Entscheidung, wie wir im Nachhinein festellen konnten. Mittlerweile ist es dunkel geworden und man sieht den Lichtschein von vielen kleinen Ansiedlungen hoch auf den umliegenden Bergen.

Am nächsten Morgen schlafen wir lang. Wir gönnen uns heute eine Pause, gehen in dem kleinen Stadtzentrum spazieren, das nur 500m entfernt ist. Leider mußte hier die alte Stadtmauer einer Ringstraße weichen, nur Reste erinnern noch daran, wie klein die Stadt ursprünlich gewesen sein muß. Die Kirche gleicht noch heute einer Burg. Im Inneren finden wir zwei schöne goldene Altäre.


Tremp

Tremp



Tremp

Tremp

Tremp




Nach einem Carajillo als Jause geht's wieder zurück zum Wohnmobil.

Wir folgen auf unserer Fahrt dem Fluß La Noquera Pallaresa nach Süden. Der Fluß durchbricht das Gebirge (zwischen Monsec d'Ares und Monsec de Rubies) in einer Länge von 1600m. Wir kommen durch eine faszinierende Schlucht. Unten ist wenig Platz, nur für den Fluß, die Straße und Hochspannungsleitungen, weit oben im in der senkrechten Felswand die Bahn, die immer wieder in Tunnels verschwindet.


Schlucht zwischen Monsec d'Ares und Monsec de Rubies

Schlucht zwischen Monsec d'Ares und Monsec de Rubies

Schlucht zwischen Monsec d'Ares und Monsec de Rubies

Schlucht zwischen Monsec d'Ares und Monsec de Rubies


Bald nach der Schlucht verläßt die Straße (C13) die Talsohle und schlängelt sich den Berghängen entlang. Herrliche Aussichten auf Felswände, kleinere Stauseen und vor allem die intensive herbstliche Färbung der Laubbäume machen auch diesen Teil der Fahrt zu einem Augenschmaus.


Spanish Indian Summer

Spanish Indian Summer

Spanish Indian Summer



Spanish Indian Summer, zwischen Pas d'Alos und Balaguer, C13



Spanish Indian Summer, zwischen Pas d'Alos und Balaguer, C13

Spanish Indian Summer, zwischen Pas d'Alos und Balaguer, C13

Durch flaches Hügelland kommen wir nach Balaguer. Hier tront hoch auf einem Hügel auf einer Seite ein Kloster, zu dem wir hinauf fahren können, und gegenüber, aber durch einen steilen Einschnitt getrennt, eine mächtige Kirche, deren Zufahrt wir nicht finden, also gibts nur ein Foto von unten.


Balaguer, Basilica del Sant Crist de Balaguer

Balaguer, Iglesia de Santa María en Balaguer


Leider habe ich beim letzten Diesel-Tanken vergessen, auch unsere Gastankflaschen mit LPG zu füllen. Daher müssen wir ein bischen weiter nach Süden als geplant und nach Lleida (Lerida) Gas tanken fahren.

In Lleida gibt es ein Repsol-Lager, das aber natürlich am Samstag geschlossen hat, aber glücklicherweise auch eine Tankstelle, bei der wir Gas bekommen, bevor wir wie vorgesehen einen weiteren Ausflug in die Berge machen. Auch in Lleida fällt uns eine riesige Burg mit Kirche auf. Heute ist es schon zu spät für einen Besuch und einen für eine Nächtigung geeigneten Stellplatz finden wir nicht, nicht einmal einen Parkplatz von dem aus ich die riesige Festungs- und Kirchenanlage fotografieren könnte. Die wollen wir uns daher aber für einen anderen Besuch vormerken.

Also fahren wir weiter nach Tamarite de Litera. Dort gibt es oberhalb eines Fußballplatzes einen schönen Stellplatz (beim Sportzentrum, asphaltiert, V+E, kein Strom, aber sehr sauber). Auf der Fahrt dorthin kommen wir abends bei Felsformationen und Obstplantagen in herbstlichen Farben vorbei, die uns veranlassen, am nächsten Morgen die rund 5km zurück zu fahren, um dort einige Fotos zu machen. Um 08:00 früh ist noch alles bedeckt. Aber bereits zu Mittag ist es bereits fast wolkenlos und warm.

Die felsigen runden Buckel bestehen offensichtlich aus Schichten mit verschiedener Härte, sieht aus wie Sandstein, denn von den sichtbaren Schichten sind immer wieder einzelne Platten, wie vergrößerter Schiefer zu sehen, die stehen geblieben sind, während der Rest um sie herum völlig erodiert ist. Der Rasen ist unwirklich grün als wäre es ein Kunstrasen. Die überall vorhandenen Bewässerungskanäle machen es wahrscheinlich möglich. Das Grün wirkt unnatürlich in dieser Umgebung, in der normalerweise Braun- und Ockertöne vorherrschen.


Felsformationen bei Tamarite de Litera

Felsformationen bei Tamarite de Litera

Felsformationen bei Tamarite de Litera

Felsformationen bei Tamarite de Litera

Felsformationen bei Tamarite de Litera



Rundherum strahlen die Obstbäume auf den Feldern und wir genießen die traumhaften Färbungen des Herbstes bei strahlendem Wetter und warmen Temperaturen. Man kann sich eigentlich nicht vorstellen, daß es hier vor 14 Tagen noch geschneit hat. Jetzt sind wir froh, doch die Fahrt nach Norden gewagt zun haben.


Herbst in Aragon

Herbst in Aragon

Herbst in Aragon

Herbst in Aragon



Monzon steht als Nächstes auf unserer Wunschliste auf unserer Reise. Auch hier finden wir keinen geeigneten Parkplatz und finden die Innenstadt bei der Durchfahrt auch nicht sehr interessant. Für ein Foto der imposanten sandfarbenen Burg (Ruine ?) bleiben wir am Straßenrand stehen bevor es Richtung Barbastro weiter geht.


Monzon


Wir fahren durch riesige Wein-Anbaugebiete und kommen zu zwei architektonisch interessanten Bodegas, die mitten in ihren Weinbaugebieten von lokalen Architekten eindrucksvolle Zentren (SOMMOS und LAUS) errichten ließen, in denen sowohl eigener Wein verkostet werden kann, als auch Restaurantbetriebe und Hotels eingebunden sind, während in den Ebenen darunter die Weinproduktion und die Lagerung in schier endlosen Hallen plaziert sind. Das von Außen Attraktivere, die Botega SOMMOS besuchen wir. Ein mit Aluminiumplatten außergewöhnlich designetes und eindrucksvolles Gebäude mit einer zypressengesäumten Zufahrt und einem Springbrunnen vor der Hauptfassade lassen das ganze sehr exklusiv erscheinen. Wir nehmen je ein Glas von verschiedenen Weißweinen und versorgen uns auf Grund des Ergebnisses mit einigen Flaschen Wein, der hier nicht mehr kostet, als eine vernünftige Flasche Wein im Carrefour.

Weingut "Bodega SOMMOS"

  • dia2b_01
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Wir wollen am Campingplatz Alquezar übernachten, sehen aber bei der Anfahrt, daß der Ort noch in vollem Nachmittagslicht leuchtet und fahren deshalb zuerst auf den Parkplatz des spektakulären Ortes (die Zufahrt in den Ort ist nur dort Wohnenden gestattet). Das Bild das sich uns bietet ist beeindruckend. Das ehemals maurische Dorf liegt hoch auf einem Sporn des sogenannten Canons des Rio Vero. Die Ruinen der maurischen Alcazar gaben dem Dorf seinen Namen.


Alquezar

Alquezar

Alquezar


Nach einem Tag "Faul-Sein" am Campingplatz Alquezar - lt. Rechnung waren wir "Australier" - ging es zum Ergänzen von Lebnsmitteln querfeldein nach Huesca. Nachdem hier im gesamten Gebiet Landwirtschft vorherrscht und die Felder frisch gedüngt waren, hinterließ die Fahrt auch geruchsmäßig einen sehr intensiven Eindruck. Oft kommt man an Hügeln vorbei, auf dem sich eine Burg (Bild : Castillo de Montearagon) oder ein kleiner Ort, bei dem sich wenige Häuser um eine romanische Wehrkirche scharen, befinden, die sich oft nicht einmal auf der Karte wiederfinden lassen.


Castello de Montearagon

Kathedrale Huesca


Der Vormittagsnebel löste sich allmählich auf und ab Mittag wurde es bei klarem Himmel an der Sonne wieder richtig warm. Die kurze Besichtgung von Ayerbe war eher Zeitverschwendung. Der Renaissancepalast war von Vorne ja noch ganz schön, aber die Rückseite zerstörte jede Illusion von erfolgreicher Sanierung.


Renaissance-Palast Ayerbe von Vorne

Renaissance-Palast Ayerbe von rückwärts



Ayerbe, Glockenturm



2014 waren wir schon einmal in Loarre und beim Castillo de Loarre (1070m hoch). Damals war es für eine Besichtigung zu spät, diesmal sollte es klappen. Bei der Anfahrt glaubt man, nur einen Felsen zu sehen, beim Näherkommen sieht man dann die an und um einen Felszacken gebaute Burg innerhalb eines Mauerringes mit Wehrtürmen. Die Burg wurde an der Stelle eines römischen Kastells erbaut und diente zur Verteidigung gegen die Mauren. Ab dem 15.Jhd. wurde die Burg nicht mehr genutzt und ist daher in gutem Originalzustand erhalten, weswegen sie auch oft zu Filmaufnahmen genutzt wird. Bei der Besichtigung sind wir froh, nicht im Mittelalter geboren worden zu sein. Die fünf Ebenen sind allesamt durch hohe, steile Stufen oder blanke schiefe Felstritte ohne Beleuchtung und Haltemöglichkeiten miteinander verbunden. Mir geht bald der Atem aus bei der Stufen-Steigerei. Mir ist auch schleierhaft, warum die Küche im Keller und der Speisesaal im 3. Stock liegen, nur damit dazwischen eine hohe Kapelle Platz hat. Ich hab etwa in der Hälfte aufgegeben, konnte mir den Rest schon vorstellen, Karin hat's eine Ebene weiter geschafft, dann war's aber auch ihr genug. Unsere Meinung über den Besuch : tolle Burg in einmaliger Lage, für eine Besichtigung der Burg für Senioren zu Fuß aber eher ungeeignet.




Castillo de Loarre

Castillo de Loarre



Castillo de Loarre

Castillo de Loarre

Castillo de Loarre

Castillo de Loarre


Unter der Burg liegt das kleine Dorf Loarre. Auffällig daran ist nur die Kirche. Mit derselben Eintrittskarte vom Castell können wir hier auch die Kirche besuchen. Die Kirche birgt außer einigen alten Fresken und schönen Holzaltaren Dinge, die wir so noch nie gesehen haben : in einer Nebenkapelle plastische, dreidimensionale Wände und Wandschmuck.


Iglesia de San Esteban in Loarre, 16.Jhd.

Iglesia de San Esteban in Loarre, 16.Jhd.

Iglesia de San Esteban in Loarre, 16.Jhd.

Iglesia de San Esteban in Loarre, 16.Jhd., dreidimensionale Wände

Iglesia de San Esteban in Loarre, 16.Jhd., dreidimensionale Wände

Iglesia de San Esteban in Loarre, 16.Jhd., dreidimensionale Wände

Nachdem wir so nah bei Los Mallos de Riglos waren, wo wir schon 2014 gewesen sind, wollten wir dort unter den roten Felsen auf dem Parkplatz übernachten. Die selbe Idee hatten aber schon andere vor uns und für unser Wohnmobil war kein Platz mehr. Wir stellten uns frech auf einen der 8 Bus-Parkplätze und haben ungestört und von der Polizei unbehelligt übernachtet.


( Fotos von Mallos de los Riglos aus 2014 in der DIA-Show 3 )


Los Mallos de los Riglos


Wieder löst sich der Vormittagsnebel erst zu Mittag auf. Die Gegend um Riglos bietet schöne Ausblicke auf Los Mallos, wie diese Art von Bergen hier heißt, die nicht nur in Riglos selbst zu sehen sind. Unsere erste Station, ein kleines Dorf auf der Riglos gegenüber liegenden Talseite ist unser erstes Ziel - Agüero mit einer Kirche aus dem 12. Jhd. - allerdings sind wir zu faul, den steilen und weiten Aufstieg schon als Morgensport zu machen, nur um dann eventuell fest zu stellen, daß die Kirche geschlossen ist.


Los Mallos de Agüero

Agüero

am Weg nach Murillo de Gallego


Zu eine Kaffee-Pause halten wir in Murillo de Gallego. Auch ein Dorf mit alter Kirche und ebenfalls geeignet für einen theoretischen Morgensport, aber eben nur einen theoretischen. Im Sommer muß es hier hoch her gehen, vor allem mit jungen sportlichen Touristen. Hier wird mitten in den Bergen alles angeboten : Rafting, Canyoning, Kajakfahrten, Bundjee-Jumping, Reiten, Mountenbiking, Drachenfliegen, Paragleiten usw.


bei Murillo de Gallego

Murillo de Gallego

Weiter nach Norden. Durch eine enge Schlucht kommen wir zu einem Stausee, über Alto Sta.Barbara (864m) bis Puente la Reina de Jaca. Kurz nach Osten abgebogen und dann hinein ins Gebirge. Durch den herbstlich gefärbten Wald geht es auf einer sehr schmalen Straße direkt unter steil aufsteigenden hundert Meter hohen Felswänden zum Kloster Monasterio San Juan de la Pena.


Herbst

Herbst

Herbst


Zum Ticketverkauf fahren wir durch einen Ort (Santa Cruz de la Seros), in dem uns die traditionellen, hohen, kegelförmigen Schornsteine auffallen.


Santa Cruz de la Seros

Santa Cruz de la Seros



Santa Cruz de la Seros

Santa Cruz de la Seros


Bevor wir das alte Kloster besichtigen konnten, mußten wir wegen der Tickets zuerst zum "neuen" Kloster, einige Kilometer weiter den Berg hinauf. Dieses neue Kloster wurde gebaut nachdem das "alte" drunten im Wald nach einem Brand im 17.Jhd. aufgelassen wurde. Das neue Kloster wurde von den Truppen Napoleons niedergebrannt und verwüstet, nur die eine Barockfassade hat das überlebt. Dort erfahren wir aber, daß das Kloster um 14 Uhr schließt (das hätten sie auch schon vor 25km im Tal anschlagen können). Also bleibt uns nur, einige Fotos der beiden Klöster zu machen.


das neue Monasterio San Juan de la Pena

das neue Monasterio San Juan de la Pena


Das alte Kloster wurde unter einer überhängenden, 100m hohen, senkrechten Felswand gebaut und war früher Hüter des heiligen Grals. Dieser Felsüberhang wurde gleichzeitig als Decke für den Kreuzgang verwendet.


das alte Monasterio San Juan de la Pena

das alte Monasterio San Juan de la Pena



das alte Monasterio San Juan de la Pena

das alte Monasterio San Juan de la Pena

Unser nächstes Ziel ist Sos del Rey Catolico. Also die schmale Straße durch den Wald wieder hinunter.


Talfahrt vom Monasterio San Juan de la Pena nach Santa Cruz de la Seros


Weil ich eine Ansage des Navi falsch verstanden habe, erwischten wir für rund 30km anstatt einer breiten guten Straße eine "Rumpel-Piste" (A2602), zwar asphaltiert, aber mit vielen Unebenheiten - lockere Zähne wären auf ihr sicher endgültig ausgefallen. Ein aspaltierter Feldweg, gleich breit, wie unser Wohnmobil, Gott sei Dank keinerlei Verkehr, kaum belebte Gehöfte, drei nahezu unbewohnt wirkende Dörfer (Larues, Bagües, Pintano), bestehend aus vielleicht je 8 Häusern + Kirche und ab und zu eine uralte romanische kleine Kirche neben dem Feldweg - 16:30, es wird langsam dunkler, nur jetzt keinen "Patschen" - wir sahen auf der gesamten Strecke nicht ein Auto.
In Sos del Rey Catolico, das am sogenannten Felicia-Felsen liegt finden wir einen tollen Stellplatz, den wir in keiner unserer Unterlagen gesehen haben. Eben, asphaltiert, sehr saubere Auslaßstelle für Grauwasser und Toilette, Trinkwasser - alles bei der Sporthalle, sogar die Toiletten der Halle waren offen und sauber (Brettl + Papier). Der Gemeindekassier kommt um 09:00 und kassiert dafür 5,- EUR. Wahrlich nicht zu viel. Das Ortszentrum ist ca. 500m entfernt. Ein Plan am Stellplatz informiert, wo im Ort wichtige Geschäfte, wie z.B. der Bäcker, zu finden sind. Was der Plan nicht sagt, ist, daß die Straßen des Ortes vorwiegend aus 45° auf- und abwärts führenden felsigen oder mit kantigen Granitstücken gepflasterten oder gar nur mit Stufen versehenen 2 bis 3 Meter breiten "Verkehrswegen" - ich würde sagen "Gässchen", Straßen kann man eigentlich zu sowas nicht sagen - bestehen. 10 Meter gehen und man ist entweder schon 10 Meter weiter unten oder man landet atemlos 10 Meter weiter oben. Der Ort hat vom "Einstieg" bis zum Castell, dem höchsten Punkt des Ortes bei einem Durchmesser von etwa 300m etwa 100 Meter Höhenunterschied. Für Senioren sehr beschwerlich.
Trotzdem hatten wir Glück, denn eine Schülergruppe mit ihren Lehrern war unterwegs, für die die ansonsten unter der Woche gesperrte Kirche und ihre Krypta vom Pfarrer geöffnet wurde und wir mit hinein durften. Hier wurde 1452 Fernando de Aragon, der spätere König von Spanien (Ferdinand V., der Katholische), geboren, der durch seine Heirat mit Isabella von Kastilien mit dem Alhambra-Edikt die Mauren verjagte und die Einheit von Spanien ermöglichte. Von seinem Beinamen hat die Stadt auch ihren Beinamen "del Rey Catolico" erhalten.

"Sos del Rey Catolico"

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Nach dieser Besichtigung lassen wir den Besuch einiger anderer ähnlicher "Städte" aus. Sie alle sind etwa gleich mühsam zu besichtigen und in der Anlage und im Baustil einander ähnlich.

Eines unserer Hauptziele auf dieser Fahrt nach Norden ist wieder Olite, wo ich im April 2017 einen schweren Unfall hatte.


Beschreibung des Unfalls im April 2017 ziemlich am Ende von Reisebericht 6

Ich will hier unbedingt die Frau wiederfinden, durch deren Anweisungen, während ich auf dem Boden lag, mir vielleicht größere Probleme oder Folgeschäden erspart geblieben sind und mich bei ihr mit einigen speziellen österreichisch Süssigkeiten, die wir für Sie mitgebracht haben, noch einmal bedanken.
Wir fanden sie, sie betreibt eine Lotterie-Agentur am Hauptplatz von Olite, wenige Meter von meinem Unfallort entfernt. Natürlich erkannte sie mich nicht sofort. Erst als ich sie auf Spanisch (habe ich vorher auswendig gelernt) fragte "Signora, erinnern Sie sich ? Ich bin der Tourist aus Österreich, der vor eineinhalb Jahren hier draußen beim Fotografieren hingefallen ist ?" strahlte sie und herzte und busselte Karin und mich ab. Nach einer kurzen Plauderei - mehr läßt unser Spanisch leider noch nicht zu - verabschiedeten wir uns wieder von ihr. Ein sentimentales, aber sehr zufriedenes Gefühl machte sich in mir breit. Ich werde sie sicher wieder besuchen, sollten wir wieder einmal nach Olite kommen.


das Castell von Olite

der Hauptplatz von Olite am Abend

Weitere Bilder von Olite aus 2014 unter DIA-Show 5

Von Olite ging es am nächsten Tag weiter gegen Norden, um dann kurz vor Pamplona nach Westen (NA601) in den Jakobsweg nach Santiago de Compostella einzubiegen. Auf dem Weg nach Puente la Reina stoppen wir bei einer kleinen achteckigen Kirche - Sta.Maria de Eunate - die hier allein auf weiter Flur steht. Sie war vermutlich früher Friedhofskirche für Pilger, die auf ihrem Weg nach Santiago unter den Außenarkaden Obdach fanden. Man vermutet dies deshalb, da man hier menschliche Gebeine fand.


Iglesia Sta.Maria de Eunate

Iglesia Sta.Maria de Eunate

Iglesia Sta.Maria de Eunate

Iglesia Sta.Maria de Eunate

In Puente la Reina machen wir Halt, auch wenn wir nicht den Jakobsweg gehen, werden wir ihn in dieser und anderen Gegenden des Norden Spaniens immer wieder kreuzen oder ihn entlang fahren. Wir besuchen bei unserem Gang durch die Stadt zuerst die Kirche Iglesia di Cruzifijo. Das Besondere in dieser Kirche, die im 12.Jhd. von Tempelrittern erbaut wurde, ist ein Y-förmiges Kruzifix, das im 14.Jhd. von einem deutschen Pilger gestiftet worden sein soll. Das Kirchenschiff stammt aus dem 13.Jhd. und in der Apsis befindet sich eine romanische Figur, die Santa Maria de la Huertas.


Iglesia di Cruzifijo

Iglesia di Cruzifijo



Iglesia di Cruzifijo

Iglesia di Cruzifijo

Iglesia di Cruzifijo


Wir gehen hier in einem kleinen Restaurant Mittagessen und bekommen hervorragend schmeckende Lammkotletts mit mitgebratenen Kartoffelscheiben und eine Flasche Vino Tinto, die wir, weil er so gut schmeckte, komplett leerten.

Anschließend besuchen wir die nebenan liegende Iglesia Santiago el Mayor. Sie wurde im 12. Jh. erbaut und im 16. Jh. rekonstruiert.
Besonders sehenswert ist der Hochaltar aus dem 18. Jahrhundert, der dem Apostel Jakobus gewidmet ist. Die Kirche besitzt zwei wertvolle gotische Skulpturen aus dem 16. Jahrhundert, die an zwei gegenüber liegenden Wänden angebracht sind. die fast lebensgroße bemalte Steinfigur des Heiligen Bartholomäus und die herrliche, ebenfalls bemalte Holzfigur des Apostels Jakobus, der wegen seiner dunklen Gesichtsfarbe den Beinamen "Beltza" trägt, das bedeutet auf baskisch schwarz. Diese Figur stellt den Apostel als Pilger dar. Die Besonderheit liegt in ihrer Größe und in der Darstellung der Augen und des Bartes.


Iglesia Santiago el Mayor

Iglesia Santiago el Mayor



Iglesia di Cruzifijo, Apostel Jakobus

Iglesia di Cruzifijo, Hauptaltar

Iglesia di Cruzifijo,der heilige Bartholomäus



Es ist wieder einmal Zeit für eine Wohnmobil-Reinigung und eine Wäsche. Wir fahren dazu auf den Campingplatz Iratxe in Ayegui bei Estella, der sowohl Waschmaschine als auch Wäschetrockner anbietet. Hier wird die ACSI-Karte nicht genommen, dafür aber die vom ADAC ausgestellte Camping Key Card.

Wenn hier alles erledigt ist, was wir uns vorgenommen haben, werden wir weiterfahren. Im Moment ist schlechtes Wetter mit Regen und Wind und wir sind nur faul, essen, trinken, lesen, lösen Rätsel, ich arbeite an dieser Homepage und wir schauen fern : Schifahren aus Levi in Finnland, ein Mittagsschläfchen rundet das gute Tagesgefühl trotz Sauwetters ab.

     Das ist das Ende von Reisebericht 2.
     Weiter geht es dann in einigen Tagen im Reisebericht 3, wenn wir weiter nach Westen und ans Meer fahren werden.