Lofotenfahrt 2008_Teil2

Norwegen - Reise 2008
Teil 2
Bognes - Fauske - Saltstraumen - Steinjer - Bola -Kristiansund - Molde - Alesund

Norwegen
01.- 19. Juni 2008

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Im zweiten Teil unserer Reisebeschreibung fahren wir auf der E6 von Bognes am Festland und fast so nördlich wie Narvik zurück bis Fauske und von dort über die Touristenstraße 17 mit vielen Fähren Richtung Süden nach Kristiansund, Molde und Ålesund.

Obwohl es schon Abend ist, als wir mit der Fähre am Festland ankommen, fahren wir weiter nach Süden, es ist ja taghell, auch noch um 23 Uhr. Wir finden diesmal keinen geeigneten Übernachtungsplatz und fahren daher auf einen ebenfalls bis auf ein Wohnmobil leeren Campinplatz in Mørsvikbotn mit Stromanschluß, Warmwasser, Duschen und TV-Aufenthaltsraum. Das brauchen wir alles heute Abend nicht mehr, wir sind von den vielen neuen und schönen Eindrücken müde und fallen nach einem Abendessen und einer Katzenwäsche sofort ins Bett.

Der Morgen empfängt uns mit Regen und bedecktem Himmel mit kleinen blauen Flecken. Wir fahren bei mäßigem Wetter bis Fauske und zweigen dort Richtung Bodø ab. Wir wollen zum mächtigsten Mahlstrom der Welt "Saltstraumen" (Ebbe und Flut lassen 4 mal täglich 400 Mio.m³ Meerwasser durch eine nur 150m breite Meeresenge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 35kmh fließen, wobei große, tiefe Strudel entstehen und das einströmende Wasser viele Fische mit sich bringt).

Weiter nach Südwesten, der Küste entlang bis Ornes. Hier finden wir wieder einen einsamen Parkplatz direkt am Meer zum Übernachten.

Heute schenkt uns das Wetter keinen blauen Himmel, aber es ist zumindest so, daß die Berge nicht wolkenverhangen sind.

Bei Glomfjord wollen wir den Tunnel auf einer Straße über den Berg umfahren, werden dabei aber von einer noch vom Schnee blockierten Straße daran gehindert. Bei Braset am Holandsfjord gibt es statt eines Ausflugs zur Engenbreen-Zunge des Swartisengletschers wegen Regens nur einen Blick drauf. Es folgt die Fähre Forøya - Ågskardet und auf zur nächsten Fähre. Kurz davor treffen wir auf einem Rastplatz ein Ehepaar mit Wohnmobil mit Leibnitzer Autokennzeichen, also Steirer, die nur etwa 40km von uns entfernt wohnen. Bei einem Plausch stellen wir fest, daß wir gemeinsame Bekannte haben - so klein ist die Welt !

Auf der Fähre Jektvika - Kilboghamn überqueren wir den Polarkreis wieder, diesmal von Nord nach Süd. Weiter geht es nach Nesna, wo wir gerade noch als Letzte auf die Fähre nach Levang kommen. In Leland finden wir einen ruhigen Parkplatz zum Übernachten.

Heute wird der Tag der Fähren. Nach Sandnessjøen geht noch eine Riesen-Brücke. Nach einer Querung der Insel Alsta in Längsrichtung kommen wir zur Fähre Tjotta - Forvika, keine Wartezeit! Weiter zur Fähre Andalsvågen - Horn, keine Wartezeit! Der nächste große Ort ist Brønneysund. Er liegt genau in der Mitte der Westküste Norwegens. Von hier geht es zum berühmten "Berg mit dem Loch", dem Torghatten auf der Insel Torget. Das Loch ist 25-35m hoch, 12-25m breit und 160m lang und geht wirklich mitten durch den Berg hindurch. Über die Entstehung gibt es Sagen in einigen Varianten, ein Troll spielt aber immer eine Rolle darin. Richtig ist aber, daß Norwegen während der Eiszeit von einem gewaltigen Eispanzer niedergedrückt wurde, teilweise unter den Meeresspiegel. Der Torghatten ragte zu dieserer Zeit nur zu einem kleinen Teil aus dem Meer, so dass die Insel Torget nur eine Fläche von 1000 Meter Länge und 300 Meter Breite besaß. Das heute in 112 m Höhe liegende Loch befand sich damals also auf Meereshöhe und wurde von der unaufhörlichen Meeresbrandung im Laufe der Jahrtausende ausgehöhlt. Als die Gletscher schmolzen und das Land sich hob, sah man so dieses große Loch mitten am Berg. Wir steigen hinauf zu dem "Loch" und hindurch und genießen die herrlichen Aussichten. Zurück in Brønnesund fahren wir auf der Insel Somna weiter nach Süden zur Fähre Vennesund - Solstad, keine Wartezeit! Bei Kveina finden wir wieder einen guten Platz zum Übernachten.

Heute ist das Wetter leider schlecht und auch die Sicht entsprechend. Wir fahren auf der 17 nach Süden bis Høylandet, wechseln dort über die 775 zur E6. Auf der Fahrt nach Steinkjer besuchen wir die Felszeichnungen von Bola. Wenn nicht Tafeln auf die Zeichnungen hinweisen würden, würde man sie glatt übersehen. Aber sie sind da, wenn auch manchmal schwer zu erkennen - die Zeichnungen sind 5000 Jahre alt. Hier "im Süden" sind aus den gelben Löwenzahn-Blumen silberglänzende "Pusteblumen" geworden, dafür blüht am Straßenrand strahlend weißer Schierling und in den Gärten der Flieder. Wir übernachten in der Nähe von Trondheim an einem ruhigen Platz.

In Heimdal zweigen wir auf die E39 ab. Wir wollen an die Westküste nach Kristiansund. Auf der Fähre von Halsa nach Kanestraum sehen wir drei Mercedes-Oldtimer mit schwedischen Autonummern, die offensichtlich an einer Sternfahrt teilnahmen - wir sollten sie und die anderen Teilnehmer in den nächsten Tagen noch zur genüge sehen. Übrigens scheinen auch Norweger große Liebhaber alter Autos zu sein, wir sahen auf unserer Reise viele wunderschön restaurierte Oldtimer verschiedenster Marken in bestem Zustand in Betrieb. Kristiansund empfing uns mit schönem Wetter, aber eisigem Wind, der uns zu einer Stadtbesichtigung per Auto zwang, zumal diejenigen Teile, die wir uns ansehen wollten auf drei Inseln verstreut sind. Beeindruckend waren für uns zwei Hochseefischer, die dort am Kai lagen.

Der nächste Morgen beginnt mit herrlichem Wetter und einer Fahrt auf der Fähre nach Bremsnes. Wir wollen auf die etwa 8km lange Atlantikstraße, den Atlanterhavsveien,die wie der Name schon sagt, direkt am Atlantik über eine Anzahl von kleinen Inseln nach Vevang führt und bei schlechtem Wetter den Naturgewalten des Atlantik ungeschützt ausgeliefert ist und in einem solchen Fall gesperrt wird. Hier haben wir sie wieder, die Mercedes-Oldtimer, diesmal aber nicht nur drei, sondern viele. Sie fahren diese Straße hin und zurück, als ob sie dafür bezahlt bekämen, je öfter sie das schaffen. Wir fahren weiter in das kleine Fischerdorf Bud, wo auf den Kasematten Überreste einer Befestigungsanlage aus dem 2.Weltkrieg zu besichtigen sind, die der Überwachung des Schiffsverkehrs gedient haben. Unsere nächsten Ziele sind Molde, die Stadt der Rosen und des Jazz, Ålesund, angeblich die Stadt des Jugendstils, und Runde mit dem Papageientaucher-Felsen. Auch in Molde gibt es keine Wartezeit bei der Fähre nach Furneset. Am frühen Abend sind wir in Ålesund. Ein herrlicher Blick vom Berg Aksla auf Alesund belohnt uns für die Auffahrt. Ålesund ist wirklich "die" Jugendstilstadt und für uns die schönste Stadt Norwegens. Wir übernachten auf einem extra für Wohnmobile angelegten Parkplatz nur 10 Gehminuten vom Zentrum der Stadt entfernt.

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Unser nächstes Ziel liegt im Wesentlichen im Landesinneren und wird im Teil 3 unserer Reise beschrieben.

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