Lofotenfahrt 2008

Norwegen - Reise 2008
Teil 1
Oslo - Trondheim - Lofoten - Vesteralen

Norwegen
01.- 19. Juni 2008

zur DIA-Show und zu den Einzelbildern von Teil 1

Unsere erste Reise nach Norwegen im Jahre 2006 nährte unseren Wunsch, dieses wunderschöne und an Natur so reiche Land nochmals zu besuchen. Mit den Erfahrungen dieser ersten Norwegen-Reise betreffend Übernachtungsmöglichkeiten und Gaststätten beschlossen wir (68 und 64 Jahre alt), es diesmal - und zwar zum ersten Mal in unserem Leben - mit einem Wohnmobil zu versuchen. Wir mieteten dieses in Deutschland bei ES-Wohnmobile in der Nähe von Bielefeld und fuhren über Frederikshavn in Dänemark mit der Fähre nach Göteborg in Schweden und weiter nach Oslo. Auch unsere Norwegen-Reise 2008 begann somit wieder in Oslo.
Wir wollten so schnell wie möglich die Lofoten erreichen und dann so langsam wie möglich wieder nach Süden fahren. Auf der E6 ging es mit vielen Aufenthalten zum Fotografieren und einfach nur mit "Alles auf sich wirken lassen" Richtung Trondheim, der Krönungsstadt Norwegens. Wir waren ohne genauen Terminplan unterwegs, schafften es aber trotz unserer vielen Aufenthalte in einem Tag.

Der nächste Tag war der Besichtigung von Trondheim und seinem berühmten Nidaros-Dom gewidmet.

Weiter ging es Richtung Norden auf der E6 über Steinkjer, Grong, Nordland und den Majabatn-See. Dann sahen wir einen leeren, aber geöffneten Campingplatz in Mosjøen und beschlossen, dort zu übernachten. Strahlender Sonnenschein erwartete uns am nächsten Tag, ein Spaziergang durch Mosjöen mit seinem schönen Holzhäusern und seinem gepflegten Ortsbild gefiel uns sehr gut.

Heute wollen wir den nördlichen Polarkreis auf 66° 33' 39" auf der E6 überqueren. Die E6 ist die Hauptverbindungsstraße von Oslo zum Nordkap - und trotzdem, zumindest Anfang Juni, mit kaum Verkehr, wie unsere Bilder beweisen. So ging es durch Helgeland und das Dunderlandstal (Dunderlandsdalen) in Richtung Polarkreis. Statt Randstreifen auf den Straßen waren diese links und rechts von Millionen von blühendem Löwenzahn begrenzt, bis wir in Gebiete mit kargerem Bewuchs und dem ersten Schnee kamen. Über Fauske gings nach Bodø auf einen ebenfalls fast leeren Campingplatz und zu unserer ersten Mitternachtssonne, die gerade noch den Horizont berührte. Nachdem die Fähre von Bodø auf die Lofoten erst am Abend ging, fuhren wir nach Skutvik weiter - durch eine grandiose Berglandschaft, abwechselnd mit Seen und tiefblauen Fjorden.

Diese intensiven Farben in allen Schattierungen beeindruckten uns immer wieder in diesem Urlaub, besonders in den Abendstunden und dort, wo die Mitternachtssonne hin schien.

Am Abend setzten wir mit der Fähre von Skutvik aus nach Svolvaer, der Hauptstadt der Lofoten, über.

Übernachtet haben wir mit Erlaubnis des Tankstellenpächters auf dem Areal der Shell-Tankstelle in Svolvaer. Tadellos saubere Toiletten (wie übrigens überall in Norwegen) und am nächsten Morgen frischer Kaffee und Croissons an der Tankstelle haben uns den Aufenthalt dort besonders angenehm gemacht. Das haben wir übrigens in ganz Norwegen so vorgefunden und auch genossen.

Wir haben den südlich und westlich von Svolvaer gelegenen Teil der Lofoten gründlich erkundet und auch abgelegene Schotterstraßen mit unserem Wohnmobil befahren - tadellose glatte Schotterstraßen, ohne Schlaglöcher, etwas breiter als unser Wohnmobil, ohne Probleme mit 50 kmh zu befahren. Wir besuchten Kabelvag, Henningsvaer, Gimsøy auf der gleichnamigen Insel, die mit zwei Brücken mit Austvagøya und Vestagøya verbunden ist, und übernachteten, wie viele andere (offensichtlich alle Wohnmobile, die sich an diesem Tag auf den Lofoten befanden, so viele haben wir vorher und nachher nie wieder gesehen, nicht einmal bei den Fähren) in Eggum, um auch von dort die Mitternachtssonne zu beobachten, die hier auf Grund der nördlichen Breite nicht einmal mehr zum Horizont herunterkommt wie in Bodø.

Am nächsten Morgen setzten wir unsere Erkundung der Lofoten fort. Von Eggum gings zurück zur E10, der Hauptstraße der Lofoten, nach Bostad, Oppdal, an die Nordmeerküste nach Utakleiv und Haugland mit wunderschönen Stränden, aber nur 8°C kaltem Wasser, weiter auf die nächste Insel Flagstadøya und wieder an die Westküste von Napp nach Myrland und zurück bis Kilan mit einem Abstecher nach Nusfjord, einem von der UNESCO geschützten Fischerdorf. Auf den Lofoten muß man einfach nach Å i Lofoten, dem südlichsten Ort mit dem kürzesten Namen (es gibt aber auch ein Å auf Andøya in den Vesteralen) und so fuhren wir über Sund, Hamnøya, Reine, Moskenes bis Å (in der Hauptsaison möchte ich dort nicht mit einem Wohnmobil unterwegs sein, dann wirds sicher eng). Mit einigen Stopps, wie in Reine, Flakstad, Ballstad, Gravstad, Leknes und Stamsund geht es wieder zurück zu unserem Nächtigungsplatz bei der Shell-Tankstelle in Svolvaer. Unterwegs sehen wir badende Kinder. Brrrr, Lufttemperatur etwa 15°C, Wassertemperatur etwa 10°C - wenn man ihnen zusieht, könnte man meinen es hat 25°. Wir haben überhaupt festgestellt, daß wir ein anderes Temperaturgefühl als Norweger haben müssen, wo wir schon mit Haube und Steppanorak unterwegs waren, trugen Norweger noch kurze Hosen, leichte T-Shirts und Flip-Flopps.

Am nächsten Tag nachmittags wollen wir per Boot den berühmten Trollfjord besichtigen. Den Vormittag nutzen wir zur Erkundung des nördlichen Teils von Austvagøya mit Laukvika, Delp, Sanden und Fiskebøl. Am Nachmittag gehts per Boot zum und in den Trollfjord (Einfahrt nur 80m breit, 2,5km lang, 40m tief, Berge bis 1000m hoch, Gestein 3,5 Milliarden Jahre alt, Forscher bezeichnen diese Landschaft als die Älteste der Welt). Bei der Rückfahrt werden Möven mit Brot und frisch gefangenem Dorsch aus der Hand gefüttert, das lockt die dort lebenden Weißschwanz-Seeadler (Spannweite 2m, Körperlänge 1m) an, die dann ins Wasser geworfene Fische als Beute greifen. Damit sollte unser Aufenthalt auf den Lofoten zu Ende gehen.

Wir haben den ganzen Urlaub versucht, so wenig wie möglich Hauptstraßen zu benutzen, um das ursprüngliche Norwegen zu sehen und kennen zu lernen, daher kamen wir immer wieder in einsame, aber wunderschöne Gegenden.

Wir fahren noch am Abend mit der Fähre von Fiskebøl nach Melbu auf der Insel Hadseloya und übernachten auf Langøya bei einer kleinen Kirche in der Nähe von Grøming am Eidsfjord. Unser nächstes Ziel ist Andenes auf Andøya und die dort angebotene Walsafari. Wir fahren weiter gen Norden, aber bevor wir über Hinnøya nach Andøya fahren, machen wir noch einen Abstecher nach Myre, Langenes und Sto. Es geht zurück bis Sortland, über die Brücke nach Strand und nun nach Norden zur Insel Andøya, an deren Westküste, die sagenhafte Strände haben soll, wollen wir nach Andenes, dem nördlichsten Punkt unserer Reise. Wir haben festgestellt, daß es für diese Naturschönheiten nur ein Wort gibt "überwältigend". Wir fahren zwischen steilen Bergen und zum Teil fast senkrechten Bergwänden auf der rechten Seite und dem Nordmeer mit zum Teil zerklüfteter Küste und dann wieder Stränden, wie in der Südsee, an der Westküste von Andøya nach Norden. An einem besonders schönen Platz, dem Ort Bleik, gibt es einen "Campingplatz". Eine Wiese mit Stromanschlüssen, nur eine 1m hohe Düne trennt unseren Standplatz vom weißsandigen Strand und dem Meer mit freiem Blick nach Norden. Nur die mit dem zunehmenden Wind stärker werdenden Wolken hindern uns daran, auch hier die Mitternachtssonne zu genießen. Wir sind nur zu dritt auf diesem riesigen Campinggelände - ein herrliches Gefühl macht sich am nächsten Morgen bei strahlend blauem Himmel breit, von 10°C und einem stärker werdenden eisigen Wind aber schnell abgekühlt.

Wind mit 4 Beaufort und weiße Schaumkronen auf den Wellen lassen eine Vorahnung aufkommen, daß aus der geplanten Walsafari wohl nichts werden wird. Ein DIA-Vortrag über Wale und der Museumsbesuch lassen noch hoffen, dann aber die Absage : heute keine Walsafari möglich, aber auch für morgen ist keine Wetteränderung in Sicht. Nach Besichtigung der kleinen Safari-Boote und der Einsicht, daß eine Ausfahrt wirklich gefährlich wäre, müssen wir unverrichteter Dinge leider die Rückreise an der Ostküste von Andøya antreten. Mit einem eigenen Wohnmobil hätten wir sicher gewartet, bis sich das Wetter beruhigt hätte. So müssen wir uns leider dazu durchringen, unsere Rückfahrt in den Süden zu beginnen - wir wollen schließlich noch vieles anschauen. Wir fahren auf der Straße Nr. 82 zurück bis Strand. Diese Gegend - die Ostküste von Andoya - ist eher flach und gekennzeichnet von vorwiegend Heide und Moorland. An dieser Straße befindet sich auch der zweite Ort mit dem kürzesten Namen "Å".

Bei Strand kommen wir wieder an den Punkt zurück, an dem unsere Fahrt auf der Insel Hinnøya nach Andenes begonnen hat. Von Strand geht es dann ein Stück auf der E10 nach SO und bei Langvassbukt auf die 83er nach NO nach Flesnes zur Fähre nach Revsnes. Die 83 auf Hinnøya bringt uns nach Harstadt, einem schönen Städtchen ohne Besonderheiten und nach Süden zurück auf die E10, bei Fjellheim zweigen wir nach Lødingen Ladik ab zur Fähre, die uns auf das Festland bei Bognes bringen wird.

zur DIA-Show und zu den Einzelbildern von Teil 1

Unsere nächsten Ziele liegen alle auf der Touristenstraße No.17, die uns Abwechslung in Form von Festland, Fähren ind Inseln bereiten wird. Lassen Sie sich im Teil 2 unserer Reise überraschen.

zu Teil 2 unserer Norwegen-Reise 2008